27 Oktober 2010

Kürbiskernkuchen oder Kürbiskernpotize

Geröstete Kürbiskerne als Backzutat ist einfach nicht zu schlagen und gibt einen ganz besonderen Geschmack. In der Steiermark ist dieser Kuchen als Potize bekannt und mit Mohn oder Haselnüsse gefüllt. Auch diese zwei Varianten sind sehr empfehlenswert. Vorstellbar in der jetzigen Jahreszeit wären auch frische Walnüsse die im Moment auf geparkte Autos knallen. Auf jeden Fall ist der folgende Kuchen für alle die mehr dem Trockenen als dem Sahnigen zusprechen. Viel Spaß beim Backen.



Rezept für einen Kuchen:
    500 g Mehl
    100 g Zucker
    100 g Butter
    25 g Germ
    250 ml Milch
    100 g Hühnereier
    Salz
    Für die Fülle
    180 g Eiweiß
    180 g Zucker
    180g Kürbiskerne


Mehl mit Zucker, Eier, flüssiger Butter und lauwarmer Milch zu einem weichen Teig verarbeiten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca.1 Stunde stehen lassen.

Kürbiskerne in einer Pfanne bei mittlerer Hitze golden rösten und etwas auskühlen lassen. Mit der Küchenmaschine oder einem Mörser zerkleinern.

Eiweiß, Zucker und die zerkleinerten Kürbiskerne gut vermischen. Sollte die Masse zu fest sein, mit etwas Wasser verdünnen. Die Fülle sollte Nutellakonsistenz haben.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und rechteckig in der Länge einer Kastenform ausrollen. Die Kürbiskernmasse darauf gleichmäßig verstreichen. Jetzt von einer Seite bis zur Mitte aufrollen und von der anderen Seite auch, so das sich zwei Rollen in der Mitte treffen. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und bei 150°C Heißluft im vorgeheiztem Rohr 40-50 Minuten backen.

Herausnehmen und auf einem Gitter mit einem Geschirrtuch abgedeckt auskühlen lassen. In Scheiben schneiden und mit etwas Butter bestrichen zur Verzehrung freigeben.

Mahlzeit.




Anderes aus der Kuchenecke:
Orangen-Olivenölkuchen
Mohngugelhupf
Apfelwähe
Apfelkuchen mit Stich
Chaikuchen
Nussbuchteln

20 Oktober 2010

Das Gramm mit dem Ei


Immer wieder taucht die Frage auf warum bei meinen Rezepten die Eier in Gramm und nicht in Stück angegeben sind.
Eier gibt es in verschiedenen Größen, das hat die Natur nun mal zum Leidwesen der Normfanatiker so eingerichtet. So wiegt ein klassisches Hühnerei zwischen 40g und 70g.
Bei kleinen Mengen macht sich das nicht unbedingt bemerkbar, bei Großküchenmengen die sich schon mal über die 100 Portionen befinden ist das ein gewaltiger Unterschied. Was ein sehr gutes Rezept trotzdem zum scheitern bringen kann.

Ein kleines Rechenbeispiel:
120 Stück Eier x 40g = 4800g
120 Stück Eier x 60g = 7200g
Divergenz = 2400g

Mit Gewichtsangaben habe ich ein sehr genaues Rezept und kann es so problemlos an alle Mengen anpassen.
Damit für kleine Mengen nicht jedes mal die Waage aus dem Schrank geholt werden muss, eine kleine Umrechnung:
1 Stück Ei = 50g
1 Eiweiß = 30g
1 Eigelb = 20g

Eine weitere Frage betrifft meine Rezeptmenge von 10 Personen. Nicht jeder kocht für so viele Gäste und nicht jeder für so wenige.
Rezepte mit 10 Personen lassen sich am leichtesten an die gewünschte Portionszahl anpassen.
Kleines Beispiel:
Gesamtes Rezept x 0,4 = Rezeptmenge für 4 Personen
Gesamtes Rezept x 3,5 = Rezeptmenge für 35 Personen

Ich hoffe ich konnte meine Beweggründe erklären und wünsche ein guten und unkompliziertes nachkochen meiner Rezepte.

13 Oktober 2010

Orangen-Olivenölkuchen

Schneller unkomplizierter Kuchen und trotzdem extrem lecker. Die Mischung aus Orangen und Olivenöl gibt dem Kuchen seine ganz eigene Note. Diese ist durch die Wahl des richtigen Öls und die Qualität des verwendeten Orangensaftes gut steuerbar. Nicht jeder liebt bei Süßspeisen einen intensiven Olivengeschmack der einigen Ölen zu Eigen ist.


Bei Kuchen deren Haupttriebmittel aus Backpulver besteht ist auf folgendes zu achten. Sobald die flüssigen und die festen Zutaten zusammengerührt sind, soll der Kuchen den schnellsten Weg in das vorgeheizte Rohr finden, da mit jeder Minute die vergeht der Auftrieb abnimmt. Hier ist Schnelligkeit gefragt da es sonst statt lockerem Kuchen einen undefinierbaren Block gibt. Dieser zwar auch süß aber bei weitem nicht der Vorstellung entsprechend.

Rezept für 1 Kuchen:
    180 g Olivenöl
    225 g Zucker
    200 g Hühnerei
    300 g Orangensaft
    1 Prise Salz

    400 g Mehl
    30 g Backpulver
    Orangenaroma oder Schalenabrieb von 2 Orangen
    50 g Schokoladenstückchen

Olivenöl, Zucker, Eier, Orangensaft und Salz in eine Rührschüssel
geben und so lange aufschlagen bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Mehl, Backpulver, Orangenaroma und die Schokostückchen gut vermischen.

Mehlmischung mit der Eiermischung verrühren und die Masse in eine
gefettete Kastenform geben und bei 160°C Heißluft im vorgeheizten
Rohr 50 Minuten backen.

Mahlzeit.

Andere Kuchenrezepte:
Mohngugelhupf
Apfelwähe
Apfelkuchen mit Stich
Chaikuchen
Nussbuchteln

06 Oktober 2010

Neues Buch von Angelika Kirchmaier - Xund backen


Seit letztem Freitag ist es so weit, im ORF-Landesstudio Tirol wurde nun schon das dritte Buch von Angelika Kirchmaier veröffentlicht. Nach den beiden Büchern “Xundheit” und “Xund kochen”, welche doch einen recht großen Speisenbereich abdecken, wird es nun spezieller. Bei der Neuerscheinung handelt es sich um ein Backbuch, natürlich enthält auch dieses nur xunde Rezepte. Dass die von Angelika beschriebenen Backwaren nicht nur gesund sondern vor allem auch lecker sind, bewies sie mit bei der Veranstaltung dargebotenen Kostproben. Es standen 40 verschiedene Kuchen für das Publikum bereit, welche restlos aufgegessen wurden und so manchem ein seliges Lächeln auf das Gesicht zauberten.

Neugierig geworden? Das Buch “Xund Backen” ist ab sofort im Handel erhältlich.


Impressionen von der Buchveröffentlichung in Innsbruck: